Blackjack-Regeln

Blackjack-Regeln

Blackjack ist eines der beliebtesten Kartenspiele im Casino, bei dem der Spieler nicht gegen andere Spieler, sondern direkt gegen den Dealer antritt. Nach jedem Einsatz erhalten die Spieler zwei offene Karten, während der Dealer zwei Karten bekommt, von denen eine verdeckt liegt (die sogenannte „Hole Card“). Ziel des Spiels ist es, näher an 21 Punkte heranzukommen als der Dealer, ohne diese Marke zu überschreiten, oder darauf zu warten, dass sich der Dealer selbst überkauft (mehr als 21 erreicht).

Anders als bei vielen anderen Casino-Kartenspielen spielen die Kartenfarben beim Blackjack keine Rolle — für die Punktezählung zählt nur der Nennwert der Karte.

Kartenwerte

Eine Hand mit einem Ass, das ohne Überkaufen als 11 zählen kann, heißt „weiche Hand“ (soft) — zum Beispiel ergeben Ass und 6 eine „weiche 17“. Eine solche Hand ist sicher: Beim Ziehen einer Karte kann sich der Spieler nicht überkaufen, denn das Ass „verwandelt“ sich bei Bedarf in eine Eins. Eine Hand ohne Ass oder mit einem Ass, das bereits als 1 zählt, heißt „harte Hand“ (hard).

Der Begriff „Blackjack“ bezeichnet nicht nur das Spiel selbst, sondern auch die stärkste Kombination: ein Ass plus eine beliebige Karte mit dem Wert 10 (Zehn, Bube, Dame oder König) in den ersten beiden Karten. Ein Blackjack schlägt jede andere Kombination von 21 Punkten, die mit drei oder mehr Karten erzielt wurde.

Auszahlungen

Regeln für den Dealer

Der Dealer handelt streng nach festen Regeln und trifft keine Entscheidungen:

Spielzüge

Nach dem Austeilen der Karten treffen immer zuerst die Spieler ihre Entscheidungen. Es gibt vier Hauptaktionen:

Ist die offene Karte des Dealers ein Ass oder eine Karte mit dem Wert 10, prüft der Dealer (in der amerikanischen Spielversion) sofort seine verdeckte Karte auf Blackjack. Liegt ein Blackjack vor, endet die Runde sofort: Alle Spieler ohne Blackjack verlieren, und Spieler mit Blackjack erhalten ein Unentschieden. In der europäischen Version erhält der Dealer seine zweite Karte erst, nachdem alle Spieler ihre Züge beendet haben.

Die Option Surrender (Aufgeben)

Die Option Surrender gibt dem Spieler die Möglichkeit aufzugeben und die Hälfte des Einsatzes zu behalten, wenn er seine Gewinnchancen für gering hält. Die Aktion ist nur unmittelbar nach Erhalt der ersten beiden Karten verfügbar, vor allen anderen Zügen. Es gibt zwei Arten der Aufgabe:

Das Aufgeben ist mathematisch nur in wenigen Situationen gerechtfertigt — zum Beispiel mit einer „harten“ 16 gegen eine Zehn oder ein Ass des Dealers.

Versicherung (Insurance)

Ist die offene Karte des Dealers ein Ass, wird dem Spieler eine Zusatzwette darauf angeboten, dass der Dealer einen Blackjack hat. Die Versicherung beträgt die Hälfte des Haupteinsatzes und wird 2:1 ausgezahlt:

Mathematisch gesehen ist die Versicherung für den Spieler langfristig unrentabel: Die Wahrscheinlichkeit eines Dealer-Blackjacks ist geringer, als die Auszahlung von 2:1 nahelegt, weshalb erfahrene Spieler sie in der Regel nicht abschließen.

Even Money (Gleiches Geld)

Hat der Spieler einen Blackjack und zeigt der Dealer ein Ass, bieten manche Casinos an, sofort eine Auszahlung von 1:1 zu nehmen, ohne die Prüfung der Dealer-Karte abzuwarten. Im Grunde ist das dieselbe Versicherung, und mathematisch ist sie ebenfalls unrentabel.

Grundstrategie: einige Orientierungspunkte

Blackjack ist eines der wenigen Casinospiele, bei denen richtige Entscheidungen den Hausvorteil spürbar senken (bei exakter Befolgung der Grundstrategie — auf etwa 0,5 %). Einige allgemeine Grundsätze:

Weitere nützliche Hinweise